Responsive Websites – trotz TYPO3

Kleine aber feine TYPO3-Projekte wurden in diesem Jahr realisiert. Alle standen sie im Zeichen des Responsive Webdesign. Ob Neuerstellung oder der Relaunch als Responsive Website, alle sollen sie auf dem Smartphone schick aussehen.

Auch wenn TYPO3 ein ausgefeiltes Template-System vermissen lässt, wie es beispielsweise bei WordPress oder Drupal zu finden ist, so ist TYPO3 keineswegs ungeeignet, um eine elegante Responsive Website zu erstellen.  Im Gegenteil – als Enterprise Content Management System bietet TYPO3 gerade Unternehmen eine professionelle Umgebung, um eine Responsive Website betreiben zu können.

Dennoch lässt man sich oft von der Template-Welt von WordPress & Co. verführen. Schnell lassen sich für eine Demo ein paar attraktive Gimmicks auf den Bildschirm zaubern – irgendein kostenloses Template wird schon den passenden Zaubertrick zur Verfügung stellen. Mit TYPO3 ist dazu zugegebenermaßen manchmal etwas mehr Aufwand notwendig, was viele Kunden zu der Annahme verleitet, dass WordPress & Co. die „besseren“ CMS seien. Auch lassen die geschmeidigen Templates die Kunden glauben, dass damit ebenfalls die Bedienung des CMS leichter von der Hand gehen würde. Gerade TYPO3, das den Ruf „genießt“, schwerfällig und kompliziert in der Bedienung zu sein, hat es dann besonders schwer. Insbesondere Kunden, die TYPO3 schon jahrelang im Einsatz haben, lauschen dann ganz verzückt dem Klang der Sirenen.

Das Template-System eines CMS ist sicherlich eine wichtige Komponente. Immerhin ist das Frontend das, was von einem CMS gesehen wird (wie oft hört man Fragen wie: „Der Effekt XY, kann das dass CMS XY auch?“). Aber im Kontext eines CMS ist das Template-System nur eines von vielen Bestandteilen, wobei auch zu berücksichtigen ist, dass das Template praktisch nur während der Entwicklungszeit im Fokus steht. Viele andere Faktoren, die während des laufenden Betriebs von Bedeutung sind, wie Performance, Erweiterbarkeit, Rechte- und User-Management, Media-Managemant, Multilingualität usw. usf., spielen für den Betrieb einer Website langfristig eine wesentlich bedeutendere Rolle. Hier muss sich dann schließlich entscheiden, welches das passende CMS ist. Ob ein CMS besser oder schlechter ist (oder besser ausgedrückt: für die eigenen Anforderungen geeignet ist), lässt sich aber sicherlich nicht daran festmachen, wie schön die Templates im Frontend funkeln.

Daher ist immer wieder ein Vergnügen, eine Responsive Website zu erstellen – mit TYPO3.

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